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Wasserstoff: Zu teuer, zu wenig, verspätet

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 zehn Millionen Tonnen erneuerbaren Wasserstoff in der EU zu produzieren und weitere zehn Millionen Tonnen zu importieren. Dieses Ziel ist weit außer Reichweite: Stattdessen werden voraussichtlich nur rund eine Million Tonnen verfügbar sein – ein Bruchteil des Bedarfs.

oecolution austria

12.11.2025

2 min

Analyse

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 zehn Millionen Tonnen erneuerbaren Wasserstoff in der EU zu produzieren und weitere zehn Millionen Tonnen zu importieren. Dieses Ziel ist weit außer Reichweite: Stattdessen werden voraussichtlich nur rund eine Million Tonnen verfügbar sein – ein Bruchteil des Bedarfs. 

 

Zahlreiche Staaten haben zwar bereits vor der Einigung auf das EU-Wasserstoffpaket begonnen, die regulatorischen Rahmenbedingungen zu attraktiveren, Netzbetreiber wurden benannt und Pipelinepläne wurden relativ detailliert erarbeitet. Die Umsetzung ist aber von Verzögerungen gekennzeichnet. Quer durch die Länder zeigen sich die gleichen Probleme: Genehmigungen und Personal fehlt, die Kosten steigen, die Finanzierungsmodelle sind unklar, die Nachfrage ist schwach. Auch das für Österreich zentrale Pipelineprojekt South-H₂-Corridor dürfte sich verzögern.

Strenge EU-Vorgaben verlangsamen zudem die Produktion und verteuern den Wasserstoff, der in Europa aktuell ein Vielfaches von Erdgas kostet. Damit drohen die Klimaziele verfehlt zu werden. Knapp 100 Millionen Tonnen CO2 können wegen des nicht vorhandenen grünen Wasserstoffs nicht eingespart werden.


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