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Der Weg zu einer nachhaltigen Zukunft: Einblicke in die Kreislaufwirtschaft

Harald Friedl, ein renommierter Experte im Bereich der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy), spricht in unserem Podcast mit Elisabeth Zehetner über seine Einblicke und Visionen für eine nachhaltige Zukunft.

oecolution austria

27.11.2023

3 min

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Die Evolution der Kreislaufwirtschaft

Friedl betont, dass das Konzept der Kreislaufwirtschaft nicht neu sei - immerhin besteht es schon seit 30-40 Jahren – aber gerade in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen habe. Das Thema findet heute immer mehr Einklang in Medien und Gesellschaft, das ist ein deutlicher Wandel im Vergleich zum letzten Jahrzehnt.


Die Kernidee der Circular Economy

Im Herzen sei die Idee der Kreislaufwirtschaft, Ressourcen so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten und ihren Wert zu maximieren. Dieses Konzept schließt Abfall im traditionellen Sinne aus, da alle Ressourcen wieder als Input für andere Prozesse dienen können. Friedl betont die Wichtigkeit, den Menschen in diesen Prozessen in den Mittelpunkt zu stellen.


Mehr als Recycling

Friedl hebt hervor, dass Kreislaufwirtschaft weit über das Recycling hinausgeht. Er sieht Recycling als den „dümmsten Teil“, weil es erst am Ende des Lebenszyklus eines Produkts ansetzt. Stattdessen betont er die Bedeutung des Designs und der Planung von Produkten, die von vornherein auf Langlebigkeit und Wiederverwendung ausgelegt sind.


Herausforderungen und Chancen für Unternehmen

Die Transition zur Kreislaufwirtschaft sieht Friedl als wirtschaftlich herausfordernd, solange neue Rohstoffe billiger sind als recycelte Materialien. Er erwähnt Beispiele von Unternehmen, die bereits innovative Ansätze in Richtung Circular Economy verfolgen, wie Philips und Lenzing, und betont die Notwendigkeit einer umfassenden Anpassung der Regulierung und Besteuerung, um diesen Übergang zu unterstützen.


Technologie als Schlüssel zur Optimierung

Friedl sieht in der Datentechnologie einen wesentlichen Faktor zur Optimierung der Kreislaufwirtschaft. Durch genauere Daten über Materialien und Ressourcen können diese effizienter genutzt und im Kreislauf gehalten werden. Er sieht dies als notwendigen Schritt, um Ressourcenengpässe zu vermeiden und unabhängigere, nachhaltigere Wirtschaftssysteme zu schaffen.


Aktueller Stand und Ausblick

Abschließend spricht Friedl über den von ihm mitveröffentlichten Circularity Gap Report, der zeigt, dass die weltweite Zirkularitätsrate von 9% auf 7% gesunken ist. Trotz dieser Statistik zeigt sich Friedl überzeugt davon, dass die Bewegung hin zu einer Kreislaufwirtschaft zwar Zeit braucht, aber unerlässlich für eine nachhaltige Zukunft ist.

 

Zur ganzen Folge geht es HIER.

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